Musik

Schulorchester

Das Schulorchester – unter der Leitung von Frau Jensen– stellt seit vielen Jahren das Highlight von Abiturfeiern, Einschulungstagen, Weihnachtsfeiern und anderen Schulveranstaltungen dar, aber auch eigene Konzerte stehen auf dem Programm.

Musikbegeisterte junge Künstler aus allen Klassen- und Jahrgangsstufen investieren viel Freizeit in ihr Hobby, denn die Aufführungen finden meist am Wochenende oder abends, also außerhalb der Schulzeit, statt, gar nicht zu reden von den zahlreichen Proben und dem Üben auf ihrem Instrument.

Die beeindruckende Bandbreite des Repertoires umfasst alte und neue Musik sowie Filmmusik, wobei auch Werke nach Wunsch gespielt werden, und jedes Jahr übt das Orchester neue Stücke ein.

Einige Voraussetzungen sollten die Teilnehmer schon mitbringen: In erster Linie Freude an der Musik. Natürlich müssen sie ein Instrument spielen, wobei es sinnvoll ist, darauf auch Unterricht zu nehmen, aber das ist nicht unbedingt notwendig, denn es gibt zwei „Leistungsgruppen“, wodurch individuelle Schwierigkeiten aufgefangen werden können.

Gemeinsames Musizieren fördert viele Fähigkeiten: Teamfähigkeit, Zuhören, Reagieren, Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen und musikalischer Fähigkeiten.

Das Vergnügen kommt jedenfalls nicht kurz, denn einmal im Jahr unternimmt Frau Jensen mit dem Orchester eine 3-5tägige Fahrt, wobei viele Proben und ganz viel Spaß auf dem Programm stehen.

Das Orchester probt jede Woche freitags in der 7.und 8. Stunde, d. h. von 13.30-15.15 Uhr.

Der Einstieg neuer Mitglieder ist jederzeit möglich.

Die Orchesterfahrt im Januar 2014 nach Lingen

Trotz schmerzender Blasen und wunden Lippen – viel Spaß und Musik

Wieder reiste eine große Schülergruppe mit zwei Lehrerinnen und einem Lehrer zum Proben in den Norden – aber warum?
Der Bus war übervoll: Kaum passten die vielen Menschen, das schwere und zum Teil sperrige Gepäck und die kleinen und großen Instrumente alle hinein. Bis alles verstaut war, wurde es schon fast dunkel. Wegen der hohen Verkehrsdichte zur späten Startzeit dauerte die Reise etwas länger als berechnet, und es gab kein Abendessen bei der Ankunft!
Außerdem wussten die meisten, was sie erwartet: Nämlich intensive und kräftezehrende stundenlange Probearbeit, schmerzende Arme, Blasen an den Fingerkuppen, wunde Lippen, gestörter Nachtschlaf, ständiger Lärm, kaum Zeit zum Chatten und vielleicht auch noch Heimweh.
Trotzdem waren alle erwartungsvoll und guter Dinge, winkten frohgemut zum Abschied und stürzten sich ins Abenteuer.
Da muss etwas anderes eine Rolle spielen, wenn über 50 Kinder und Jugendliche solche Strapazen auf sich nehmen. Die Eltern, die ihre Kinder bei der Heimkehr an der Schule abholten, sahen in müde, aber strahlende Gesichter und begannen zu ahnen, dass diese Fahrt etwas Besonderes ist.

Fragt man die Kinder, warum sie mitfahren, so hört man zum Beispiel:
„Mir macht das Musikmachen in der Gruppe Spaß!“
„Besonders schön klingt es, wenn das ganze Orchester zusammen spielt.“
„ Die Abwechslung bringt’s: Pop, Klassik, Jazz, Filmmusik und so…“
„Wir hatten zwar drei Schultage frei – das war super -, aber wir mussten auch eine Deutscharbeit schreiben und für andere Arbeiten lernen. Da war es gut, dass wir die Größeren fragen konnten.“
„Mir gefällt der Ausflug ins Lingener Schwimmbad immer sehr gut, obwohl der Weg weit ist.“
„Ich finde die Orchesterfahrt gut, weil wir die Möglichkeit haben, Schüler aus anderen Klassen und Jahrgängen kennen zu lernen.“

Fazit: Bei kaum einer anderen schulischen Veranstaltung erlebt man so ein Engagement, so viel Freude und solch eine Vertrautheit. Hier greift, was Wissenschaftler bei Berufsmusikern untersucht haben, dass nämlich gemeinsames Musizieren zu einer Art Gleichschaltung der Hirnströme führt, die Vernetzung der unterschiedlichen Hirnregionen intensiviert wird und dadurch die Fähigkeit und der Wille zur Verbesserung der Ergebnisse gesteigert wird. Es entsteht eine Spirale von besserer Teamarbeit, schönerem Klang und immer stärkerem Glücksempfinden. Das alles wirkt auch sonst bei den Proben in der Schule, aber umso mehr auf der Orchesterfahrt, da die Probendichte wesentlich höher ist und gemeinsames Tun auch noch anderes, z.B. abendliche Gruppenspiele oder sportliche Unternehmungen wie Schwimmen, Basketball, Tischtennis oder Joggen, beinhaltet. Dabei spielt für die Teilnehmer weder das Alter noch die Klasse eine Rolle.

Es geht den Lehrern übrigens genauso wie den Jugendlichen.
Daher freuen wir uns nicht nur über die Unterstützung durch den Förderverein, sondern besonders auch auf die kommenden Fahrten und die weiterhin rege Teilnahme unserer Orchestermitglieder. (KE/Je)